Tipps fürs sichere Ankern

Autor: admin
20. Dezember 2008

Eins werden mit der Natur, das Abenteuer und die Urgewalten des Wassers spüren, den Traum der Freiheit hautnah genießen und dabei ein Höchstmaß an Sicherheit erleben - das ist Segeln.


Das bietet dabei das Maximum an Freiheit, was sich ein Segler vorstellen kann. Im Gegensatz zum sicheren Festmachen an der Hafenmole oder das Liegen im Päckchen, eine ausgesprochen angenehme Sache für alle, die unabhängig sein möchten.

Besonders für Langzeitsegler kommen teure Liegplätze kaum in Frage, aber auch der normale Urlaubssegler kann es sich in den seltensten Fällen leisten, täglich einen neuen Hafen anzulaufen und die teilweise horrenden Liegegebühren zu bezahlen.

Und um gleich eines vorweg zu nehmen, das ist keinesfalls ein Sicherheitsrisiko, dass man nach Möglichkeit umgehen sollte. Wer das richtige Ankergeschirr an Bord hat und einige Tipps beherzigt, der genießt entspannte Stunden auf seinem Ankerplatz, auch ohne Ankerwache.

Einiges sollte man daher beim bedenken, damit nicht Tränensäcke und Gähnattacken zum Segelurlaub gehören, wie das Salz ins Wasser:

Vorraussetzung für ein sicheres ist ein korrekt bemessene Ankergröße und eine entsprechend abgestimmte Ankerkette. Diese sollte so lang sein, dass bei einer Wassertiefe auf jeden Fall noch die vierfache Ankerlänge gesteckt werden kann und noch Reservekette zur Verfügung steht, falls man bei Fallböen Kette nachgeben muss. Bei Tiefen bis 10 Meter also auf alle Fälle eine Kettenlänge von 50 Metern einplanen!

Wer im Mittelmeer unterwegs ist, sollte sich im Klaren sein, dass es sich um ein recht raues Revier handelt. Hier bestimmen Meltemi, Mistral oder Bora oft tagelang das Wetter, was natürlich auch vor dem Ankerplatz nicht halt macht.

Zudem kommen oftmals Starkwinde aus unterschiedlichen Richtungen, die besonders hinter den Bergen oftmals Fallböen verursachen, die für ein nerviges Schwojen am Ankerplatz sorgen. Bei starken und böigen Winden baut sich außerdem relativ schnell eine hohe See auf, die neben dem Wind den Rumpf belastet und damit am Anker rüttelt.

Es ist allso immer wichtig, genügend Kette zu geben und reichlich Abstand zu Untiefen oder Felswänden zu halten. Sollte der Anker dann einmal nicht halten oder rutschen, bleibt Zeit, um sich aus der Gefahrenzone zu entfernen.

Die als besonders sicher bekannten Ankerbuchten sind auch bei anderen Ankerliegern keine Unbekannten. Die empfohlenen Ankerplätze sind daher häufig überfüllt und man muss sich den engen Platz mit vielen Anderen teilen, schwojen mit langer Ankerkette ist dann nicht drin.

Und immer zu bedenken: es gibt viele Laien oder Segler, die sich selber überschätzen und ihr Boot bei Starkwinden alleine lassen, man läuft also immer Gefahr, von einem treibenden Schiff angerämpelt zu werden.

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