„Länge läuft!“ heißt es so schön unter Seglern. Umso verwunderlicher ist es eigentlich, dass Katamarane überhaupt eine gewisse Geschwindigkeit erreichen. Liegt es also nicht nur an der Länge, wie schnell ein Schiff ist?
Den Durchbruch erzielten Mehrrumpfboote bei der Transat im Jahr 1976. Hier gelang es dem 9,6 Meter kurzen Trimaran Third Turtle mit nur einem Tag Abstand zum Favoriten und vor High Tech stotzenden 72 Meter Riesen Club Mediterranee ins Ziel einzulaufen. Vielfach belächelt und von zahlreichen Augen bewundert machten sich Mehrrümpfer einen Namen im Segelsport. Einbrüche gab es allerdings immer wieder, denn zahlreiche Schiffbrüche und Kenterungen schreckten viele potenzielle Käufer von einem Mehrrumpfboot ab. In den achtziger Jahren kam dann der neuerliche Durchbruch. Größer, schneller und genauso sicher wie ein Monosegler präsentierten sich die Katamarane nun. Einziger Unterschied: man segelt aufrecht, ist schneller und hat mehr Platz als in einem herkömmlichen Einrumpfboot, schließlich steht das Vergnügen am Segeln an erster Stelle!
Wie aber kommt es nun, dass Mehrrumpfboote so schnell segeln? Schon im 15 Jahrhundert versetzte Sir William Petty seine Mannschaft in Angst und Schrecken, als er mit seinem Katamaran Simon et Jude 17 Knoten Fahrt erreichte. Der Satz „Länge läuft“ hat durchaus seine Berechtigung, denn die Bootsgeschwindigkeit ist im Wesentlichen von der Länge der Wasserlinie abhängig. Allerdings spielen noch drei Faktoren eine gewichtige Rolle und da hat der Katamaran die Nase vorne: Gewicht, Segelfläche und Breite. Hier wartet der Katamaran mit seinem verhältnismäßig geringen Gewicht, seiner enormen Breite und der großen Segelfläche auf und macht das Rennen gegenüber Einrumpfbooten. In Sachen Komfort ist er nahezu unschlagbar, das Platzangebot im Rumpf ist um ein Vielfaches Höher als in modernen Einrümpfern.
Kompromisse sind allerdings auch beim Katamaran zu machen, denn je mehr Ausrüstungsgegenstände, also Gewicht man einbaut, desto schwerer muss auch die Gesamtkonstruktion werden. Daraus ergibt sich eine größere Segelfläche, die natürlich einen entsprechend großen und schweren Mast erfordert, also noch mehr Gewicht. Bei leichten Brisen ist also ein Vorwärtskommen nur unter Motoren möglich – oder man verzichtet auf großartige Ausrüstungsteile, schließlich muss in der Eignerkabine nicht unbedingt eine Badewanne stehen und Waschmaschine und Kühlgeräte gibt es auch in kleineren, leichteren Ausführungen.
Tags:Fahrtenkatamarane, Geschwindigkeit beim Segeln, Katamaran, Katamaran segeln, schnelle Segler, Sicherheit Katamaran, Vorteile KatamaranVerwandte Artikel
Tags: Fahrtenkatamarane, Geschwindigkeit beim Segeln, Katamaran, Katamaran segeln, schnelle Segler, Sicherheit Katamaran, Vorteile Katamaran











