Segelvarianten

Autor: admin
31. März 2009

Genauer betrachtet ist ein Segel nicht nur ein einfaches Stück Tuch, was dem Schiff seinen Antrieb verleiht. Enorme Unterschiede in Ausstattung und Material machen das Segel zur Hightech Ausrüstung.

Selten sieht man in der heutigen Segelwelt noch das altbekannte Rahsegel, wie es bestimmt jeder schon einmal bei den alten Wikingerschiffen gesehen hat. Der Grund ist denkbar einfach. Das Rahsegel ermöglicht dem Schiff nicht, am Wind zu segeln, sondern lediglich vom Wind geschoben zu werden. Dem Wind entgegensegeln scheidet also mit einem Rahsegel aus.

Moderne Segelschiffe sind mit Schratsegeln ausgestattet. Sie erlauben ein Segeln hart am Wind und ermöglichen auch dann ein Vorwärtskommen, wenn der Wind fast von vorne kommt. So können mit Schratsegel ausgestattete Schiffe Geschwindigkeiten erreichen, die über der Windgeschwindigkeit liegen.

Auch das Material der Segel hat sich in den letzten Jahren zunehmend weiterentwickelt. Wurden die Segel früher noch aus pflanzlichen Geweben hergestellt, die ein entsprechendes Eigengewicht mitbrachten, so folgten dann Segel aus gewebten Kunstfasern, die um einiges leichter waren als ihre Vorgänger. Heute kommen in der Segelherstellung zunehmend laminierte Kunststofffolien zum Einsatz.

Hightechsegel aus Aramid, besser bekannt als oder Karbonfaser, finden ihre Verwendung hauptsächlich bei den Regattaseglern. Der hohe Preis und die extreme Knickempfindlichkeit machen sie für Fahrtensegler unattraktiv. Sie greifen lieber auf das haltbare und preisgünstigere Polyester zurück, denn hier ist die Geschwindigkeit nicht unbedingt ausschlaggebend für die Wahl der Segel.

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