Auf Plastikflaschen den Pazifik überqueren ist schon eine außergewöhnliche Idee. Bankiersohn David de Rothschild hätte es eigentlich nicht nötig, ein Schiff aus Flaschen zu bauen, um damit seinen Segelambitionen nachzukommen. Er bezweckt eine ganz andere Absicht – Zeichen setzten!
Nicht nur segelfreudiger Bankierssohn und Extremsportler, sondern auch Umweltschutz zählt zu den Vorlieben von David de Rothschild. Er möchte mit seiner Aktion die Menschheit wachrütteln und ihr die Verwendungsmöglichkeiten von Müll vor Augen führen. Im Sommer soll sein Flaschen Katamaran „Plastiki“ fertig gestellt sein und soll ihn über 18000 Meilen weit über das Meer tragen. Von San Francisco geht es dann nach Sydney, vorbei an Honolulu, Oahu und dem Bikini-Atoll. Höhepunkt der Rothschild-Expedition: der Besuch des Great Eastern Pacific Garbage Patch. Eine gewaltige Müllansammlung mitten im Meer, die der Menschheit vor Augen führen soll, wie viel Müll alleine im Meer schwimmt. Immerhin hat dieses Müllfeld bislang eine gigantische Größe (doppelt so groß wie Texas) und wird auch in Zukunft weiter wachsen. Dieser Müllberg im Meer besteht zum Großteil aus Plastikabfällen, zersetzt und klein gerieben wird er von den Meeresbewohnern aufgenommen, und landet so über Umwege wieder auf unseren Tellern. Mit der „Plastiki“ möchte Rothschild wachrütteln, denn der Öko Katamaran besteht aus 12.000 Flaschen, wenngleich erst als Computeranimation.
Für Rothschild, der ja bereits für das Durchwandern der grönländischen Eiswüste in Rekordzeit einen Eintrag ins Guinness Buch bekam, eher ein Spaziergang in Sachen Extremsport. Zu seiner Sicherheit – und auch wohl der des Pazifiks - lässt sich der Abenteurer von einem Rettungstrupp und diversen Kameras begleiten. Wir dürfen also mit Spannung dem kommenden Sommer entgegensehen, wenn David de Rothschild im Müll der Meere abtaucht.
Tags:Flaschen-Katamaran, Katamaran aus Flaschen, Müll im Meer, RothschildVerwandte Artikel
Tags: Flaschen-Katamaran, Katamaran aus Flaschen, Müll im Meer, Rothschild











